Für Unternehmen ein Plus: Niedrige Krankenstände

Im ersten Halbjahr 2006 gab es weiter niedrige Krankenstände. Es zeichnete sich ab, dass der Krankenstand weiter gering sein wird. Die Quote lag bei 3,6 %. Das erhob jetzt die BKK in einer Untersuchung. Im Jahr 2005 gab es sogar ein Rekordtief von 12,6 Krankheitstagen, während es 1991 noch 21 Tage waren. Erfasst wurde der Befund jedes 4. Beschäftigten. Damit bietet diese Analyse ein repräsentatives Bild des Krankheitsgeschehens der Erwerbsbevölkerung.

Und noch etwas ergab diese Analyse

Dienstleister sind weniger krank. Im Durchschnitt nur 10,4 Tage im Jahr. Und jeder 2. ist bereits Dienstleister. Vor allem im Dienstleistungsbereich kann man bei älteren Arbeitnehmern durch die verbesserten Qualifizierungsmöglichkeiten in Zukunft relativ niedrige Krankenstände erwarten. Ein weiterer Grund für die zurückgehenden Fehlzeiten durch Krankheit ist die zunehmende Arbeitslosigkeit.

In körperlich stark belastenden Berufen gibt es mehr Krankentage

Doppelt so lange krank als Andere sind die körperlich stark belasteten Abfallbeseitiger. Da sind es 18,7 Tage. Auch Post, Kurierdienste und Verkehrsbetriebe gehören nicht zu den Unternehmen mit niedrigem Krankheitsstand. Mitarbeiter sind hier im Durchschnitt 18 Tage krank. Es bleibt zu bemerken, dass Berufe mit hohen Qualifikationen und großen Verantwortungsspielräumen einen sehr geringen Krankheitsstand vorzuweisen haben. Das gilt vor allem für die Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren. Dort sind Ingenieure durchschnittlich 7,6 Tage krank, Chemiker nur 4 Tage und Unternehmer 5 Tage. Deutlich über diesen Werten liegen Maurer, Betonbauer und Zimmerer. Wegen der körperlich harten Arbeit liegen sie in der Altersgruppe 55 bis 65 Jahre bei durchschnittlich 44 Krankentagen.

Damit scheint vor allem bewiesen, dass gesundheitliche Faktoren kein „natürliches“ Hindernis für eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit bilden. Lediglich besonders belastenden Arbeits- und Lebensverhältnissen muss präventiv entgegen gewirkt werden.

Niedrige Krankenstände auch ein Jahrzehnt später?

Infografik: Krankenstand sinkt erstmals seit zehn Jahren | Statista
Ist es nicht eindrucksvoll, wie sich der Krankenstand in dem Jahrzehnt seit der obigen Erhebung verändert hat?

Damals waren neben den Anstrengungen die Krankenquote zu senken, auch die Einflüsse durch drohende Arbeitslosigkeit für einen niedrigen Krankenstand maßgeblich.

Ähnlich wie bei den Zahlen der GALLUP-Studie verändert sich trotz der medialen Aufmerksamkeit und dem investierten Geld nichts zum Guten. Jedem Arbeitgeber sollte doch klar sein, welchen Einfluss die Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit der Beschäftigten haben.

Oder ist es der ‚Wohlstand‘ und die wirtschaftliche Sicherheit, die ein ‚Krankmachen nach Plan‘ salon- und gesellschaftsfähig machen?

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